Der MTV Vorsfelde musste am Samstagabend eine äußerst bittere Niederlage hinnehmen. Trotz Führung über weite Strecken der Partie, unterlag das Team beim SV Alfeld denkbar knapp mit 32:31 (18:19) – ein schmerzhaftes Endergebnis trotz beherztem Auftritt.

Die Razorbacks waren von Beginn an zur Stelle. Lasse Giese setzte früh ein kräftiges Ausrufezeichen und erzielte die ersten drei Treffer seines Teams im Alleingang. Kurz darauf fand auch Jakob Nowak seinen Rhythmus und steuerte fünf Tore in der Anfangsphase bei. Bis zum 8:8 nach einer Viertelstunde entwickelte sich ein Schlagabtausch, bei dem Vorsfelde jeweils vorlegte und Alfeld ausglich.
Anschließend gelang es den Eberstädtern erstmals sich leicht abzusetzen. Auch durch einige wichtige Paraden vom in der ersten Hälfte gut aufgelegten Nick Weber im Vorsfelder Gehäuse, wuchs die Führung zwischenzeitlich auf drei Tore an. Eine kurze unkonzentrierte Phase ermöglichte den Hausherren dann aber innerhalb von vier Minuten den Ausgleich. Den Vorsfeldern bot sich vorweg zwei Mal die Chance sogar auf plus vier wegzugehen, brachte aber beide Würfe nicht im Heimtor unter. Angetrieben vom in der Offensive nicht zu stoppenden Giese, der allein im ersten Abschnitt 11 Treffer markierte, erarbeitete sich Vorsfelde jedoch wieder die Oberhand. Ärgerlich: Mit der Halbzeitsirene kassierte man noch den Anschlusstreffer zum 18:19.
Nach der Pause blieb das Bild zunächst ähnlich. Trotz eines vergebenen Siebenmeters zu Beginn, behaupteten die Gäste ihren Abstand und lagen bis zur 45. Minute stabil mit zwei bis drei Treffern vorn. Diesen kleinen Vorsprung büßten die Razorbacks dann aber durch zwei technische Fehler wieder zu schnell ein und ließen die Gastgeber ausgleichen. Acht Minuten vor dem Ende gelang den Hausherren die erste Führung im Spiel.
Bis in die Schlussminute legte die Spielvereinigung vor und die Razobacks zogen nach, doch die Führung wollte leider nicht mehr gelingen. Besonders bitter: bei ausgeglichenem Spielstand und Ballbesitz konnten die Blau-Weißen 41 Sekunden vor Ende im Timeout den letzten Angriff besprechen, leisteten sich hier aber einen Fehlpass, sodass durch einen Konter der Gastgeber die bittere Niederlage besiegelt wurde.
Unterm Strich steht eine Niederlage, die umso schwerer wiegt, weil die Gäste die Partie zwar nicht dominierten, aber knapp 50 Minuten die Nase vorne hatten. Jedoch versäumten es die Razorbacks abermals sich deutlicher abzusetzen und das Spiel schon früher in eine komfortablere Richtung zu lenken. Kleine Nachlässigkeiten hielten Alfeld stets im Spiel – und die Gastgeber nutzten genau das in der Crunchtime, wenn am Ende auch glücklich, aus.
