Der MTV Vorsfelde hat den positiven Trend bestätigt und die Hinrunde mit einem verdienten 34:29 (18:15)-Heimsieg gegen die HSG Nienburg abgeschlossen. Es ist der dritte Erfolg in Serie, das Punktekonto ist erstmals in dieser Saison positiv, die Tordifferenz ausgeglichen – und der Lohn dafür ist der Sprung auf Tabellenplatz sieben. Zudem blieb man erstmals seit Wochen wieder unter der Marke von 30 Gegentoren.

Die Hausherren waren von Beginn an präsent und gaben sofort den Takt vor. Nach vier Minuten stand es bereits 4:0, beim 8:3 nach neun Minuten hatte man früh ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Auch in der Folge agierte Vorsfelde mit viel Tempo und Zielstrebigkeit, baute den Vorsprung acht Minuten vor der Pause sogar auf 15:8 aus.
Was zu diesem Zeitpunkt nach einer sehr komfortablen Halbzeitführung aussah, wurde allerdings durch eine schwächere Schlussphase im ersten Durchgang relativiert. Unsaubere Abschlüsse und eine mangelhafte Rückwärtsbewegung luden die Gäste zu einfachen Toren ein. Nienburg nutzte diese Phase für einen 3:7-Lauf, sodass es zur Pause „nur“ mit einer 18:15-Führung in die Kabinen ging.
Nach dem Seitenwechsel blieb Vorsfelde zunächst mit drei bis vier Treffern in Front. Doch mit zunehmender Spielzeit ließ die Konsequenz im Abschluss nach. Klare Chancen wurden vergeben, wodurch sich die Weserstädter mit viel Einsatz und Kampfgeist zurück in die Partie arbeiteten. 18 Minuten vor dem Ende gelang der HSG der Ausgleich zum 23:23 – aus Sicht der Gastgeber unnötig, da die Möglichkeiten zur Vorentscheidung mehrfach vorhanden waren.
Die Antwort folgte jedoch eindrucksvoll. In den anschließenden zehn Minuten rührte die Vorsfelder Abwehr sprichwörtlich Beton an. Angeführt von Nick Weber im Tor mit sieben Paraden, ließ man kein einziges Gegentor zu. Ein 5:0-Lauf brachte die Kontrolle endgültig zurück – obwohl selbst in dieser Phase weitere hochkarätige Chancen ungenutzt blieben.
Das Spiel war damit entschieden. Vorsfelde fand fortan auf jedes Gegentor die passende Antwort, ließ nichts mehr anbrennen und führte zwischenzeitlich erneut mit sieben Treffern. Am Ende stand ein 34:29-Heimerfolg, der in seiner Gesamtheit absolut verdient war.
Unterm Strich steht ein erfolgreicher Abend und ein gelungener Hinrundenabschluss. Dennoch bleibt festzuhalten: Die Anzahl der liegen gelassenen freien Chancen ist weiterhin zu hoch und man macht sich das Leben dadurch unnötig schwer. Neben einigen unglücklichen Pfosten- und Lattentreffern fehlt es zu oft an der nötigen Konsequenz und Abgezocktheit vor dem gegnerischen Gehäuse.
Der Blick geht positiv nach vorne: Bereits in der kommenden Woche steht mit dem Heimspiel gegen Beckdorf das erste Rückrundenspiel an – und damit die Chance, den erfolgreichen Jahresabschluss perfekt zu machen