Am 24. Spieltag der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga kommt es am kommenden Sonntag um 16 Uhr in der Sporthalle Wechloy zu einem direkten Duell im oberen Tabellendrittel: Der Tabellenfünfte TvdH Oldenburg empfängt die auf Rang sechs platzierten Razorbacks. Die Ausgangslage ist klar – mit nur einem Punkt Rückstand reisen die Vorsfelder nach Oldenburg, wo sich die Chance bietet, im Saisonendspurt noch am direkten Konkurrenten vorbeizuziehen.

Dass dieses Szenario überhaupt möglich ist, hat sich die Mannschaft in den vergangenen Wochen und Monaten hart erarbeitet. Das ausgegebene Ziel, die Saison unter den Top sechs abzuschließen, ist greifbar nah. Entsprechend kommt der Partie in Oldenburg nahezu Endspielcharakter zu – ohne dass man intern den Druck unnötig erhöht. Vielmehr will man die Situation annehmen und die sich bietende Chance konsequent nutzen. Die Aufgabe könnte dabei aber kaum anspruchsvoller sein. Der Turnverein vor dem Haarentor präsentiert sich insbesondere vor heimischem Publikum äußerst stabil. Lediglich gegen Cloppenburg und Großenheidorn (jeweils Unentschieden) sowie bei der Niederlage gegen Northeim ließ man in eigener Halle Punkte liegen. Entsprechend selbstbewusst wird Oldenburg auch in dieses Duell gehen, zumal man selbst noch mit einem Auge auf Rang vier schielt – aktuell beträgt der Rückstand auf den SV Beckdorf lediglich einen Zähler.
Die Gastgeber verfügen über einen ausgeglichen besetzten Kader ohne klaren alleinigen Fixpunkt. Der Rückraumlinke Niclas Hafemann (80 Tore) führt die interne Torschützenliste an, dicht gefolgt von Spielmacher Simon Stoehr (75 Treffer). Auch Kreisläufer Simon Bennet Mayer sowie Rückraumspieler Leonard Fischer (beide 67 Tore) unterstreichen die offensive Variabilität. Ergänzt wird das Team durch insgesamt drei dänische Neuzugänge, die sich schnell integriert haben und zusätzliche Qualität einbringen. Das Hinspiel entschieden die Razorbacks knapp mit 34:33 für sich – ein Ergebnis, das den Charakter dieser Begegnung treffend widerspiegelt. Bereits in der vergangenen Spielzeit lieferten sich beide Teams enge Duelle auf Augenhöhe, sodass auch diesmal Kleinigkeiten den Ausschlag geben dürften.
Personell müssen die Vorsfelder weiterhin auf den langzeitverletzten Kapitän Marius Schwarz verzichten. Zudem fällt Torhüter Thomas „Pille“ Krüger aufgrund eines Muskelfaserrisses aus. Dennoch blickt man nach der zweiwöchigen Osterpause und einer intensiven Trainingswoche fokussiert auf die anstehenden Aufgaben. Der Ansatz ist klar: Mit einer beweglichen, konsequenten Abwehr, hohem Tempo nach Ballgewinnen und der nötigen Geduld im eigenen Angriffsspiel will man sich auch in fremder Halle behaupten. Die Voraussetzungen für ein intensives und enges Spiel sind gegeben – und die Razorbacks sind bereit, ihre Chance im Rennen um Platz fünf zu nutzen.
