Wir lassen die zweite Spielzeit der Razorbacks in der Solarservice Norddeutschland Handball-Regionalliga nochmal Revue passieren. Nach Rang acht und 24 Punkten in der Premierensaison in der neu geschaffenen Liga, steht nun Platz sechs mit 30:22 Punkten zu Buche – das ausgegebene Ziel einer Top-5-Platzierung wurde damit knapp verfehlt.

Ein Blick auf die Zahlen unterstreicht aber eine solide Spielzeit der Blau-Weißen und einen Schritt nach vorne: 13 Siege, vier Unentschieden und neun Niederlagen zeigen eine gewisse Entwickung zur Vorsaison. Offensiv präsentierte sich die Mannschaft konstant auf hohem Niveau. 833 erzielte Tore – im Schnitt 32,04 pro Spiel – bedeuten ligaweit Rang vier. Insgesamt erzielten die 14 Teams an den 26 Spieltagen 11.071 Treffer. Maßgeblichen Anteil an der eigenen Ausbeute hatte Lasse Giese, der mit 236 Toren (über neun pro Spiel) die Liga dominierte und sich souverän die Torjägerkanone sicherte. Gleichzeitig offenbart die hohe Anzahl an Gegentoren einen zentralen Ansatzpunkt für die Zukunft. 840 Treffer gegen sich bedeuten die viertschwächste Defensive der Liga und führen in Summe zu einem negativen Torverhältnis. Darüber hinaus konnten die Eberstädter 94 Siebenmeter (3,54 pro Spiel) für sich rausholen. Mit einer Trefferquote von 72,83 Prozent bleibt hier aber Luft nach oben. Auch in puncto Disziplin gibt es Steigerungspotential: 106 Zeitstrafen – überwiegend erste Hinausstellungen – sowie sieben rote und 16 gelbe Karten dokumentieren ein intensives Jahr.
Positiv hervorzuheben ist auch die breitgestreute Punkteausbeute: Bis auf Meister und Aufsteiger TSV Burgdorf II sowie den Tabellenfünften SV Beckdorf, konnten die Razorbacks gegen jeden Gegner mindestens einen Punkt holen. An der Tabellenspitze konnten sich die TSV Burgdorf II und der MTV Großenheidorn den Aufstieg in die 3. Liga sichern. Den Gang in die Oberliga müssen die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg sowie die HSG Nienburg antreten. Abhängig von der finalen Anzahl an Absteigern aus der 3. Liga, könnten auch die SG Achim/Baden sowie unter Umständen sogar noch der Tabellenelfte SV Alfeld betroffen sein. Als neue Teams stoßen zur kommenden Saison auf jeden Fall der VfL Horneburg und die HSG Rhumetal aus den beiden niedersächsischen Oberligen hinzu.
Nach einer abschließenden Trainingswoche ist die Mannschaft inzwischen in die Erholungsphase übergegangen und kann die wohlverdiente Pause fürs Erste genießen. Ganz ohne Aufgaben bleibt die Zeit bis zum Vorbereitungsstart am 29. Juni jedoch nicht: Jeder Spieler ist natürlich angehalten die Laufschuhe zu schnüren und individuell Grundlagen zu schaffen, um dann bestmöglich vorbereitet in die Pre-Season zu starten.