Der MTV Vorsfelde ist mit einer vermeidbaren 33:34-Niederlage beim SV Beckdorf in die neue Saison gestartet. In einem eher schwächeren Regionalligaspiel gelang es den Razorbacks nicht, ihr Potenzial konstant auf die Platte zu bringen.
Guter Start – doch Chancen bleiben ungenutzt
Die Razorbacks fanden ordentlich ins Spiel, erspielten sich früh gute Möglichkeiten, ließen jedoch gleich mehrere klare Chancen liegen und versuchten es hier und da unvorbereitet mit der „Brechstange“. In der Abwehr stand das Team zunächst kompakt, doch schlichen sich in vielen Sequenzen zu viele Fehler ein, sodass Beckdorf nach einer Viertelstunde bereits zehn Treffer auf dem Konto hatte. Trotz Rückständen blieb Vorsfelde dran und kämpfte sich bis zur Pause ins Spiel – mit 16:16 ging es in die Kabinen.
Starke Phase nach der Pause
Aus dieser kam der MTV hochkonzentriert zurück. Innerhalb weniger Minuten setzte man sich bis auf vier Tore ab (18:22/38.), profitierte von einer verbesserten Defensive und zielstrebigeren Angriffen. Doch eine umstrittene Rote Karte gegen Neuzugang Snorre Grading brachte die Gastgeber zurück ins Spiel. Beckdorf nutzte die Phase gnadenlos aus und war schnell wieder dran.
Entscheidung in der Schlussphase
Trotz allem gelang es den Razorbacks bis in die 50. Minute hinein, knapp in Führung zu bleiben. Doch einfache technische Fehler, unvorbereitete Abschlüsse und weiterhin Nachlässigkeiten in der Deckung kosteten am Ende die Punkte. Vor allem in der Defensive fehlte die letzte Entschlossenheit: Sieben Gegentreffer in den letzten zehn Minuten waren letztlich zu viel, um etwas Zählbares mitzunehmen.
Spiegelbild der Vorbereitung
Zwar wäre mit etwas mehr Glück und ein bis zwei Fehlern weniger durchaus etwas zählbares drin gewesen. Doch spiegelt die gezeigte Leistung schlussendlich auch einfach den Stand der letzten Wochen wieder. Die Phasen in denen die Mannschaft zeigt, dass sie das Spiel an sich reißen und kontrollieren kann, sind viel zu kurz. Diese Konstanz und Selbstverständnis im eigenen Spiel muss sich weiter erarbeitet werden, allen voran in der Abwehr, wo man sich zu selten belohnt. Mit 34 Gegentoren liegt man hier deutlich über dem angepeilten Schnitt.