Ernüchternder Auftritt in Hameln

Nach zuletzt vier Spielen ohne Niederlage musste der MTV Vorsfelde am Samstagabend beim VfL Hameln wieder einen Rückschlag hinnehmen. Beim 35:29 (16:11) fanden die Eberstädter über weite Strecken nicht zu ihrem gewohnten Rhythmus und liefen von Beginn an einem Rückstand hinterher.

Schon in den Anfangsminuten tat sich die Mannschaft von Trainer Niklas Wosnitza schwer in Tritt zu kommen. Das Angriffsspiel wirkte behäbig, im Positionsspiel fehlten Tempo, Ideen und die nötige Präzision. Zahlreiche freie Würfe blieben ungenutzt, während in der Defensive erneut die letzte Konsequenz und Geduld fehlten. So musste Hameln oft gar nicht viel riskieren – einfache technische Fehler der Gäste reichten, um sich Tor um Tor abzusetzen.

Bereits zur Pause lag Vorsfelde mit 16:11 zurück und auch nach dem Seitenwechsel blieb die erhoffte Wende aus. Nach nicht einmal sieben Minuten im zweiten Durchgang war der Rückstand auf sieben Tore angewachsen (21:14). Zwar kämpften sich die Razorbacks zehn Minuten vor Schluss noch einmal bis auf vier Treffer heran, doch wirklich gefährlich wurde es für die Hausherren nicht mehr. Zu viele leichte Fehler, ungenaue Abschlüsse und hektische Aktionen verhinderten, dass man das Spiel noch einmal hätte drehen können.

Auch Hameln leistete sich im Verlauf einige Unsauberkeiten, blieb aber insgesamt klar strukturierter und entschlossener. Immer wenn Vorsfelde die Gelegenheit hatte, noch einmal auf Tuchfühlung zu kommen, scheiterte man entweder am gegnerischen Torhüter oder an eigenen Ungenauigkeiten. Zu allem Überfluss verletzte sich Kapitän Marius Schwarz im zweiten Durchgang am Knie, als er nach einem Zweikampf unglücklich landete. Eine genaue Diagnose steht noch aus.


Nach dieser ernüchternden Leistung gilt es nun, den Fokus schnell wieder nach vorne zu richten. Schon kommende Woche will der MTV im Heimspiel zurück in die Erfolgsspur finden – mit der Entschlossenheit und Stabilität, die in Hameln über weite Strecken vermisst wurde.