Erste Niederlage 2026: Razorbacks unterliegen Schaumburg mit 33:31

Den MTV Vorsfelde hat es erwischt. Beim Auswärtsspiel gegen die HSG Schaumburg mussten sich die Razorbacks mit 31:33 geschlagen geben und kassierten damit die erste Niederlage im Kalenderjahr 2026. Cheftrainer „Meggi“ Thiele fehlte krankheitsbedingt, zudem musste die Mannschaft auf Tim Gronde und Tjark Unger verzichten.

Die Partie nahm vom Anpfiff weg Fahrt auf. Beide Teams agierten mit hohem Tempo, ein langes Abtasten gab es nicht. Während Vorsfelde offensiv durchaus Lösungen fand, fehlte in der Anfangsphase vor allem defensiv der notwendige Zugriff. Im Verbund agierte man zu passiv, in den Zweikämpfen häufig zu zögernd statt initiativ. Schaumburg nutzte diese Phase, um früh vorzulegen. Nach rund zehn Minuten stabilisierte sich die Defensive spürbar. Fünf Minuten ohne Gegentor brachten die Razorbacks zurück ins Spiel, nach einer Viertelstunde stand es 8:8. In dieser Phase bot sich mehrfach die Gelegenheit, selbst in Führung zu gehen. Doch freie Würfe blieben ungenutzt, hinzu kamen einige einfache technische Fehler. Die Hausherren nahmen die Einladungen dankend an und setzten sich erneut auf zwei bis drei Tore ab. Kurz vor der Pause wurde es dann besonders ärgerlich. Zwei Ballverluste in der letzten Minute ermöglichten es Schaumburg, den Vorsprung weiter auszubauen. Statt eines knappen Rückstands ging es mit 19:14 in die Kabinen – 19 Gegentore in einer Halbzeit sprechen eine deutliche Sprache, wo in der ersten Hälfte die Probleme lagen.

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Razorbacks deutlich entschlossener. Mit viel Wille und Einsatz wurde die Abwehrarbeit konsequenter gestaltet, die Zweikämpfe klarer geführt. Die zweite Halbzeit gewannen die Vorsfelder letztlich mit 17:14, dennoch lief man im zweiten Abschnitt der Hypothek aus der ersten Hälfte hinterher. Immer wieder boten sich Gelegenheiten, näher heranzukommen, doch der letzte Schritt wollte nicht gelingen. Die Schlussphase entwickelte sich schließlich zu einer turbulenten Angelegenheit. In einer über weite Strecken fair geführten Partie kam unnötige Hektik auf: 11 Zeitstrafen innerhalb der letzten 13 Minuten, von 13 im gesamten Spiel – davon acht gegen Vorsfelde – waren ein großer Unruhefaktor. Dreieinhalb Minuten vor dem Ende lag der MTV mit 30:25 zurück, ehe Paul Perl eineinhalb Minuten vor Schluss auf 30:28 verkürzte und noch einmal Hoffnung aufkeimen ließ. In dieser Phase zeigte Nick Weber große Präsenz und parierte gleich drei Siebenmeter in der Schlussphase. Mit offener Manndeckung setzten die Razorbacks alles auf eine Karte, mussten sich am Ende jedoch mit 33:31 geschlagen geben.

Unterm Strich stand eine Partie, in der Einsatz und Moral stimmten, die erste Halbzeit jedoch zu stark ins Gewicht fiel. Die Leistungssteigerung nach der Pause und der unermüdliche Wille bis zur letzten Sekunde bleiben dennoch festzuhalten – auch wenn es diesmal nicht für Zählbares reichte.