Nach dreiwöchiger Winterpause geht es für die Razorbacks am Samstagabend zurück auf das Handballfeld. Um 19:30 Uhr steht auswärts beim MTV Großenheidorn direkt eine der anspruchsvollsten Aufgaben der Liga an. Der Spitzenreiter vom Steinhuder Meer ist mit 25:3 Punkten bislang äußerst souverän durch die Saison gekommen und geht als klarer Favorit in die Partie.

Auch wenn statistisch eine Niederlage zu Buche steht, blieb Großenheidorn sportlich bislang ohne echte Niederlage. Am dritten Spieltag trennte man sich unentschieden von der Reckenschmiede aus Burgdorf, verlor den Zähler jedoch am Grünen Tisch aufgrund eines nicht teilnahmeberechtigten Spielers. Zudem ließ der MTV im Heimspiel gegen Himmelsthür überraschend einen Punkt liegen. Die grundsätzliche Dominanz in diesem Jahr bleibt davon aber unberührt. Offensiv stellt Großenheidorn eines der stärksten Pakete der Liga. Die 34 Tore aus dem Spiel gegen Burgdorf wurden zwar annulliert, damit kommt der Tabellenführer inoffiziell auf 489 Saisontreffer – ein Schnitt von knapp 35 Toren pro Spiel und damit Spitzenwert der Liga. Diese Durchschlagskraft bekamen auch die Razorbacks im Hinspiel zu spüren: Nach ausgeglichener erster Hälfte (13:13) folgte ein deutlicher 25:35-Endstand. Vor allem die mangelhafte Rückwärtsbewegung sowie unnötige technische Fehler machten es dem Gast damals leicht, die Partie frühzeitig zu entscheiden. Aus einem insgesamt geschlossenen Kollektiv ragt insbesondere Julius Bausch heraus. Der Rückraumspieler übernimmt jederzeit Verantwortung, lenkt das Spiel und ist nahezu an jedem Angriff entscheidend beteiligt – als Torschütze und ebenso als Vorlagengeber.
Die Razorbacks sind seit vergangenem Freitag wieder im Trainingsbetrieb, nachdem über Weihnachten und zwischen den Tagen bewusst regeneriert wurde. Personell stellt sich die Situation stabil dar: Bis auf den langzeitverletzten Kapitän Marius Schwarz stehen alle Spieler zur Verfügung. Ziel in der Sporthalle Wunstorf soll es sein, dem Ligaprimus natürlich möglichst lange Paroli zu bieten. Dafür braucht es vor allem eine bewegliche, konsequente Abwehrarbeit, einen gut aufgelegten Torhüter im Rücken und viel Disziplin in der Rückzugsbewegung. Gelingt es, das Tempospiel Großenheidorns auch durch Vermeidung eigener, einfacher Fehler in den Griff zu bekommen, könnten die Razorbacks dem Favoriten möglicherweise einen unbequemen Abend bereiten.
