Souveräner Heimsieg mit Schönheitsfehlern

Die Razorbacks sind mit einem Heimsieg ins Handballjahr 2026 gestartet. Gegen den TuS GW Himmelsthür setzte sich die Heimsieben am Sonntagabend verdient mit 33:30 (15:13) durch, verpasste es jedoch, den Erfolg deutlicher zu gestalten.

Nach kurzer Abtastphase in den ersten zehn Minuten entwickelte sich schnell ein Spiel zu Gunsten der Heimsieben. Früh ein Faktor war dabei Nick Weber im Tor der Razorbacks, der mit mehreren starken Paraden, darunter am Ende drei parierte Siebenmeter, sofort Sicherheit ausstrahlte. Beim Stand von 5:5 übernahmen die Vorsfelder zunehmend die Kontrolle, agierten im Angriff konsequenter und setzten sich innerhalb weniger Minuten auf 11:6 ab. In dieser Phase zeigte sich, wie dominant das Spiel hätte verlaufen können. Aber statt den Vorsprung weiter auszubauen, schlichen sich viele Unkonzentriertheiten ins Spiel ein. Einfache technische Fehler und eine schwache Chancenverwertung verhinderten einen souveräneren Vorsprung. Himmelsthür nahm die Einladungen dankend an und verkürzte bis zur Halbzeit auf 15:13.

Der Start in den zweiten Durchgang gehörte dann wieder klar den Hausherren. Gestützt auf einer weiterhin starken Torhüterleistung und deutlich mehr Druck im Tempospiel sowie Positionsangriff zog Vorsfelde innerhalb von zehn Minuten auf 25:17 davon. Zu diesem Zeitpunkt schien die Partie frühzeitig entschieden. Was folgte, war jedoch eine Phase, die sich in dieser Saison bei deutlichen Führungen bereits mehrfach gezeigt und bereits in der ersten Hälfte angedeutet hat: mit zunehmender Spieldauer ließ die Konzentration wieder spürbar nach. Im Angriff häuften sich erneut leichte Ballverluste, die Rückzugsbewegung wurde unzureichend und auch in der Abwehr fehlte zunehmend die letzte Konsequenz. Der komfortable Vorsprung schmolz Minute für Minute, ohne dass die Hausherren das Spiel an diesem Abend noch einmal komplett aus der Hand gaben. Dennoch gelang es den Gästen, zwei Minuten vor Schluss wieder auf drei Tore heranzukommen. Dass man am Ende erneut 30 Gegentore kassierte – nach lediglich 22 Gegentreffern in der 52. Spielminute – unterstreicht die Defizite in der Schlussphase. Zu frühes Abschalten und fehlende Galligkeit verhinderten schlussendlich einen deutlicheren Heimerfolg.

Unterm Strich steht dennoch ein verdienter Sieg mit dem die Razorbacks die ersten zwei Punkte des Jahres einfahren und auf Tabellenplatz sechs klettern. Viel Zeit zur Nachbereitung bleibt nicht: Bereits am Dienstag steht das Nachholspiel beim Tabellenzweiten MTV Großenheidorn an.