Später Ausgleich sichert Punktgewinn in Achim

Die Razorbacks haben sich bei der SG Achim/Baden mit einem 30:30-Unentschieden einen Punkt erkämpft. Nach einer soliden ersten Halbzeit und Schwächephase im zweiten Durchgang, bewies die Mannschaft in der Schlussphase Moral und sicherte sich kurz vor dem Abpfiff noch einen Zähler. Zur Pause hatte Vorsfelde noch mit 15:12 geführt.

Die Gäste starteten konzentriert in die Partie und übernahmen früh das Kommando. Vor allem defensiv präsentierten sich die Razorbacks aufmerksam und kompakt. Immer wieder gelang es, die Angriffe der Gastgeber effektiv zu stören, während Torhüter Nick Weber sich durch mehrere gute Paraden auszeichnen konnte. Die Folge: Vorsfelde lag die ganze erste Hälfte konstant mit ein bis drei Treffern in Führung. Lediglich zwölf Gegentore, darunter zwei verwandelte Siebenmeter, ließ die Thiele-Sieben bis zur Pause zu – damit kann man durchaus zufrieden sein. Trotz der Drei-Tore-Führung zur Halbzeit blieb jedoch ein entscheidender Kritikpunkt: die Chancenverwertung. Mehrfach erspielten sich die Razorbacks gute Möglichkeiten, ließen diese jedoch ungenutzt. Ein Beispiel: Während die Gastgeber alle ihre fünf Strafwürfe verwandelten, gelang den Razorbacks lediglich ein Treffer bei ihren fünf Versuchen. Insgesamt fehlte in vielen Situationen die letzte Überzeugung und die nötige Konsequenz im Abschluss – dazu sei aber auch fehlendes Glück bei mehreren Pfosten- und Lattentreffern. Aus Vorsfelder Sicht hätte der Vorsprung zu diesem Zeitpunkt bereits deutlicher ausfallen können und müssen.

Und genau das wurde nach dem Seitenwechsel schnell zum Verhängnis. Wie schon in einigen Spielen zuvor, fanden die Eberstädter nur mühselig zurück in die Partie. Nach gut fünfeinhalb Minuten glichen die Gastgeber erstmals nach dem 1:1 wieder aus. Zwar konnte Vorsfelde noch einmal die Führung übernehmen, doch anschließend liefen die Razorbacks über weite Strecken einem Rückstand hinterher. Rund sechseinhalb Minuten vor dem Ende setzte sich Achim/Baden das erste Mal drei Tore ab, 29:26. In der angebrochenen Crunchtime stemmte sich die Mannschaft von Trainer Jürgen „Meggi“ Thielejedoch aber noch einmal vehement und entschlossen gegen die drohende Niederlage. Mit leidenschaftlicher Abwehrarbeit und mehr Durchschlagskraft im Angriff kämpften sich die Razorbacks zurück ins Spiel. Jannic Steinketraf schließlich 40 Sekunden vor dem Ende zum 30:30-Ausgleich.

Damit nahm Vorsfelde trotz einer insgesamt durchwachsenen Leistung noch einen Punkt aus Achim mit. Lange hatte es danach nicht mehr ausgesehen – umso wichtiger war die Moral, mit der sich die Mannschaft in der Schlussphase zurückmeldete und sich zumindest noch mit einem Zähler belohnte.