Der MTV Vorsfelde hat am Samstagabend mit einem 39:35 (23:21)-Erfolg über die SG Achim/Baden seine kleine Durststrecke beendet und das Punktekonto wieder ausgeglichen. In einer gut gefüllten und stimmungsvollen Halle zeigten die Razorbacks eine engagierte Leistung und ließen sich auch von einer turbulenten Anfangsphase nicht aus der Ruhe bringen.

Zu Beginn der Partie konnten Achim immer wieder vorlegen. Auch begünstigt durch gleich vier frühe Zeitstrafen gegen die Hausherren, bei denen die Defensive ein ums andere Mal etwas ungestüm agierte, kamen die Gäste zu klaren Abschlüssen. Trotz kleinerer Abstimmungsprobleme und einiger leicht vergebener Chancen blieben die Vorsfelder aber in Schlagdistanz.
Im Angriff übernahm die Rückraumreihe um Jakob Nowak, Christian López und Lasse Giese zunehmend Verantwortung. Immer wieder fanden sie gute Wurfpositionen oder setzten sich entschlossen im Eins-gegen-eins durch. Beim 12:11 in der 16. Minute übernahmen die Razorbacks erstmals die Führung – und gaben sie bis zum Schluss nicht mehr her.
Bis kurz vor der Pause wurde der Vorsprung sogar auf vier Tore ausgebaut, ehe sich in der Schlussphase der ersten Halbzeit einige unnötige Ballverluste und ungeduldige Abschlüsse einschlichen, sodass Achim verkürzen konnte. Mit dem Halbzeitpfiff stellte Vorsfelde immerhin auf 23:21 und ging mit einer knappen, aber verdienten Führung in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gastgeber dann aber von Beginn zielstrebiger. Eine verbesserte und konzentriertere Deckungsarbeit sowie ein konsequentes Umschaltspiel sorgten schnell für ein beruhigendes Polster. Bereits sechs Minuten nach Wiederanpfiff nahm Achim beim Stand von 28:23 seine nächste Auszeit.
Auch in der Folge blieb Vorsfelde tonangebend und behauptete seinen Vorsprung bis in die Endphase. Etwa acht Minuten vor dem Ende lag man komfortabel mit 36:30 in Front. Besonders die Zweite Welle funktionierte bis hierhin hervorragend und die Hausherren fanden immer wieder passende Antworten auf die Offensivbemühungen des Gegners, sodass mehrmals der Arm der Schiedsrichter für passives Spiel gehoben wurde.
In der Schlussphase versuchten die Gäste mit einer offensiven Deckung noch einmal alles. Zwei ausgelassene Chancen, zwei technische Fehler und ein verworfener Siebenmeter ließen die Partie kurzzeitig wieder offen wirken, doch dieses Mal behielt der MTV die Nerven. Anders als zuletzt gegen Schaumburg brachte man die Begegnung erfolgreich zu Ende und die Blau-Weißen durften über einen verdienten Heimerfolg jubeln. Zwar hätte der Schlussspurt etwas souveräner ausfallen dürfen, doch am Ende stand ein 39:35-Sieg, der den Razorbacks zwei wichtige Punkte und neues Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben einbringt.