Sechs Spiele sind gespielt, das Punktekonto ist ausgeglichen: Der MTV Vorsfelde steht mit 6:6 Zählern im Mittelfeld der Regionalliga-Tabelle. Im Interview spricht Trainer Niklas Wosnitza über den bisherigen Verlauf, die Entwicklung seiner Mannschaft und worauf es in den kommenden Wochen ankommen wird.

Niklas, nach sechs Spielen steht ihr mit zwei Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen da. Wie fällt dein Zwischenfazit aus?
Insgesamt war unser Saisonstart solide, aber nicht ganz das, was möglich gewesen wäre. Nach sechs Spielen ausgeglichen zu stehen zeigt, dass vieles schon gut funktioniert – aber auch, dass wir noch Potenzial haben. Zufrieden bin ich trotzdem, denn die Richtung stimmt. Ärgern tut’s mich nur, dass wir drei, vier Punkte leichtfertig hergegeben haben. Da wäre definitiv mehr drin gewesen.
Nach dem schwierigen Start mit zwei Niederlagen habt ihr euch stabilisiert. Was hat den Umschwung gebracht?
Wichtig war, dass wir als Mannschaft ruhig geblieben sind. Wir haben weiter an unsere Abläufe geglaubt, konzentriert gearbeitet und uns Schritt für Schritt gesteigert. Die Jungs haben im Training stark performt – das hat sich dann auch auf dem Feld widergespiegelt.
Dein Team hat in mehreren Spielen große Moral gezeigt – etwa beim Comeback in Cloppenburg. Wie bewertest du den Charakter und Zusammenhalt der Mannschaft?
Ich finde, wir haben uns als neue Truppe schnell gefunden. Natürlich dauert es, bis jeder seine Rolle komplett verinnerlicht hat, aber man sieht, dass wir mental stabil sind. Das Spiel in Cloppenburg war da ein gutes Beispiel: In der 52. Minute liegen wir mit sieben Toren hinten und holen am Ende noch ein Unentschieden – das zeigt, wie viel Herz in der Mannschaft steckt. Auch gegen Northeim haben wir eine starke erste Halbzeit gespielt und verdient gewonnen. Das spricht für unseren Teamgeist.
Gab es Spieler, die dich bisher besonders beeindruckt oder überrascht haben?
Ja, einige. Vor allem unsere jungen Spieler wie Paul Perl, Tim Gronde und Peter Vince übernehmen viel Verantwortung und zeigen richtig gute Leistungen. Lasse Giese muss man natürlich auch nennen – seine 17 Tore in Himmelsthür waren überragend. Außerdem hat sich unsere Abwehr stabilisiert, besonders der Mittelblock mit Snorre Granding und Jannic Steinke arbeitet immer besser zusammen. Im Angriff können wir noch variabler werden, aber ich bin überzeugt, dass wir da in den nächsten Wochen zulegen.
Die Liga wirkt dieses Jahr wieder sehr eng. Wie ordnest du das allgemeine Niveau und eure Rolle darin ein?
Die Regionalliga ist in dieser Saison extrem ausgeglichen. Es gibt kaum klare Favoriten – jeder kann jeden schlagen. Das macht es spannend, aber auch anspruchsvoll. Wenn wir konstant spielen und unsere Fehlerquote reduzieren, können wir gegen jedes Team bestehen.
Ihr habt ein spielfreies Wochenende hinter euch. Wie habt ihr die Pause genutzt – eher zur Erholung oder für gezielte Arbeit?
Beides. Die Jungs sollten ein bisschen durchatmen und kleinere Blessuren auskurieren, gleichzeitig nutzen wir die Zeit jetzt natürlich, um an Details zu feilen und Abläufe zu verbessern. Grundsätzlich gehen wir mit einem guten Gefühl in die nächsten Wochen – wir wissen, dass wir konkurrenzfähig sind und uns noch weiter steigern können.