Es war ein großer Kampf, doch am Ende wurden die Razorbacks dafür nicht belohnt. Beim Tabellenführer TV Bissendorf-Holte musste sich der MTV Vorsfelde am dritten Spieltag knapp mit 33:32 (18:15) geschlagen geben. Trotz zwischenzeitlichen fünf Tore Rückstanden, kämpfte sich die Thiele-Sieben immer wieder zurück in die Partie und hatte bis in die Schlusssekunden die Chance auf mindestens einen Punkt. Letztlich waren es jedoch zu viele vergebene Großchancen und einige überhastete Aktionen in entscheidenden Momenten, die den möglichen Punktgewinn verhinderten.

Dabei zeigten die Razorbacks von Beginn an viel Einsatz und Leidenschaft in der Abwehr. In der Offensive tat sich Vorsfelde dagegen zunächst schwer: die Aktionen waren nicht zwingend genug, während Bissendorf seine Angriffe geduldig ausspielte und mit einigen verdeckten Würfen immer wieder zum Erfolg kam. Auch ein gut aufgelegter Manuel Weis im Vorsfelder Tor konnte nicht verhindern, dass die Gastgeber sich zunächst absetzten. Nach 17 Minuten lag der MTV mit 6:11 zurück. Trainer Jürgen „Meggi“ Thiele reagierte bereits früh und sah sich nach 12:02 Minuten zu seiner ersten Auszeit gezwungen. Da diese zunächst nicht die gewünschte Wirkung zeigte, folgte gut sieben Minuten später bereits das zweite Timeout. Danach wurden die Aktionen der Razorbacks zunehmend zwingender – Vorsfelde arbeitete sich Stück für Stück zurück und war kurz vor der Pause wieder auf Tuchfühlung. Zwar wurden auch in dieser Phase noch zwei oder drei hundertprozentige Chancen liegen gelassen, mit dem 18:15-Rückstand zur Halbzeit aber noch voll in der Partie.
Auch mit Start in den zweiten Durchgang warfen die Razorbacks alles rein. Immer wieder gelang es der Thiele-Sieben den Rückstand auf zwei Tore zu verkürzen. Der nächste Schritt blieb jedoch zunächst aus. Mehrfach bot sich die Gelegenheit noch weiter heranzukommen. Bissendorf blieb weiter ruhig, nutzte die kleiner Schnitzer der Blau-Weißen und konnte sich bis rund zehn Minuten vor dem Ende wieder auf fünf Tore absetzen. Doch die Razorbacks antworteten prompt: Keine eineinhalb Minuten später war der Rückstand bereits wieder auf zwei Treffer geschmolzen. Die Partie war damit erneut völlig offen.
In der angebrochenen Crunchtime machten sich die Vorsfelder das Leben allerdings weiterhin selbst schwer. Trotzdem stand die Begegnung beim 32:31-Anschlusstreffer rund dreieinhalb Minuten vor dem nochmal endgültig auf der Kippe. Zwei weggeworfene Bälle und ein nicht verwerteter Konter waren in dieser Phase jedoch mehr als unglücklich. Bissendorf zog den Kopf schließlich doch noch aus der Schlinge und stellte rund 30 Sekunden vor dem Ende auf 33:31. Denn trotz Anschlusstreffer brachten die Gastgeber ihren knappen Vorsprung über die Zeit und sicherten sich damit beide Punkte.
Am Ende bleibt eine ärgerliche Niederlage, bei der für die Razorbacks durchaus mehr drin gewesen wäre: zu viele hundertprozentige Chancen blieben ungenutzt, in einigen entscheidenden Situationen wurde zu überhastet agiert.