Der Spielmacher verließ Vorsfelde im Vorjahr mit einem Paukenschlag. Stress gebe es aber nicht.

MTV vor Derby gegen die HF und Herda

Vorsfelde Auf das Offensiv-Spektakel folgt ein Derby: Mit den HF Helmstedt-Büddenstedt gastiert ein Gegner bei den Handballern des MTV Vorsfelde, der für erstens großen Zuschauerzulauf und zweitens ein attraktives Spiel sorgen dürfte. Das Oberliga-Duell zwischen den „Razorback“ und den HF ist seit Jahren ein spannendes, brisantes Derby, eine Personalie sorgt nun für zusätzlichen Zündstoff.

Wiedersehen sind gewöhnlich etwas Schönes. Das gilt auch für das Zusammentreffen von MTV und Ex-Vorsfelder Marius Herda. Mit einer Einschränkung: Viel Spaß werden die Eberstädter wohl nicht haben, wenn sie versuchen, die Kreise des HF-Spielmachers einzuengen. Denn eines wissen die Vorsfelder besser als jedes andere Oberliga-Team: Auszuschalten ist der umtriebige Taktgeber nur ganz schwer.

Das wissen die Eberstädter nicht erst, seit Herda im MTV-Trikot auflief. Auf dem Zettel hatten sie den in der renommierten Magdeburger Handballschule ausgebildeten Herda schon lange. 2018 konnten die Vorsfelder Verantwortlichen den damals 22-Jährigen dann von einem Wechsel überzeugen. Der Spielmacher wagte den Schritt von Helmstedt in die Eberstadt. Zwei Jahre ging er dann für die „Razorbacks“ auf Torejagd, wurde zu einem der Leistungsträger. Dann, im Frühjahr 2020, der Paukenschlag: Herda ging zurück zu Helmstedt-Büddenstedt. Für den Magdeburger war der fahrerische Aufwand zu groß, er hat noch immer seinen Lebensmittelpunkt in Sachsen-Anhalt.

Bei den HF ist zudem die sportliche Erwartungshaltung etwas geringer. Vorsfelde hat andere Ziele. MTV-Kapitän Marius Thiele betont aber: „Wir sind im Guten auseinander gegangen, stehen noch immer in Kontakt und tauschen uns aus.“

Marius ist der Dreh- und Angelpunkt im Spiel

Jetzt kommt es zum ersten Wiedersehen auf der Platte. „Für die 60 Minuten blenden wir die Freundschaft aus“, versichert Thiele. Eine Sonderbehandlung wird es für Herda aber schon geben. Nur dürfte die eher einer Sonderbewachung gleichen. Denn der Rückkehrer ist Schlüsselspieler Helmstedt-Büddenstedts. Nach vier Spieltagen steht er bei 26 Treffern, das macht den 25-Jährigen zum achtbesten Torschützen der Liga. „Marius ist der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der HF“, berichtet Thiele. „Er dirigiert und ordnet das Geschehen.“

Ausdruck von Herdas Standing ist auch, dass er sofort zum Kapitän der HF wurde. Doch Helmstedt-Büddenstedt ist nicht nur Marius Herda. Thiele betont: „Der gesamte Rückraum ist gefährlich.“ Der MTV-Teamsprecher warnt vor Tim Wiebe auf Halblinks und Sven Vogel auf Halbrechts. „Wiebe ist ein echter Shooter, Vogel hat Drittliga-Erfahrung“, erklärt Thiele. „Das Rückraum-Gespann müssen wir in den Griff bekommen“, so Thiele. kis

MTV Vorsfelde – HF Helmstedt-Büddenstedt , Samstag, 18.30 Uhr, Sporthalle im Eichholz.

Wolfsburger Nachrichten, Seite 30, 13.10.2021